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Wann zahlt die Kfz-Versicherung (nicht)?

Wenn die KFZ-Versicherung nicht zahlt: Situationen die zur Verweigerung der Versicherungsleistung führen können.

Die KFZ-Haftpflichtversicherung ist eine vom Gesetzgeber vorgeschriebene Versicherung für alle Autobesitzer. Sie reguliert Kostenansprüche Dritter aufgrund eines vom Versicherungsnehmer verursachten Unfalls. Optional ist die Teil- beziehungsweise Vollkaskoversicherung, die für Schäden am eigenen Fahrzeug haftet. Wer eine KFZ-Police abgeschlossen hat, geht oftmals davon aus, dass sämtliche potenzielle Verkehrsunfälle oder sonstige eintretende Beschädigungen abgesichert sind. Das trifft nicht in jedem Fall zu. Versicherungsnehmer unterschätzen oftmals diverse Regelungen und Verordnungen.

Auch bei kleinen Schäden am Auto stellt sich die Frage: bezahlt das meine KFZ-Versicherung oder nicht? Foto: Mitfahrangebot.de/news

Wenn die KFZ-Versicherung nicht zahlt: Gründe für eine Verweigerung des Anspruchs

Unterschiedliche Umstände ermöglichen es dem Versicherer von der Regulierungspflicht abzusehen. In Folge bleibt der Versicherungsnehmer auf dem verursachten Schaden sitzen. Solche Fälle können beispielsweise bei Alkohol am Steuer oder bei abgelaufenem TÜV eintreten. Leistungsverweigerungen können ebenfalls bei Vandalismus oder Diebstahl erfolgen. Folgende Fragestellungen lassen sich daraus erschließen:

  • Zahlt die Versicherung bei Alkohol am Steuer?
  • Zahlt die Versicherung bei abgelaufenem TÜV?
  • Wildunfall – wann zahlt die Autoversicherung?
  • Wer zahlt, wenn aus dem Auto geklaut wird?

Ein Totalschaden am Auto ist nicht selten die Folge nach Verkehrsunfällen. Foto: Mitfahrangebot.de/news

Zahlt die Versicherung bei Alkohol am Steuer?

Die gesetzlich vorgeschriebene 0,5-Promille-Grenze ist im Bereich der KFZ-Versicherung eher irrelevant. Entscheidend sind die Sachverhalte. Im Regelfall hat der Versicherungsnehmer ein Recht auf die sogenannte Quotelung. Demnach prüft der Versicherungsgeber genau, wie viel Schuld an einem Unfall den Versicherungsnehmer trifft. Überprüft wird auch, ob der Unfall hätte verhindert werden können, wenn kein Alkohol im Spiel gewesen wäre (dieser Artikel beschreibt, wie man sich nach einem Unfall verhält). Eine anteilige Regulierung des Unfallschadens ist dadurch durchaus auch bei Alkoholeinfluss möglich. Ob die Versicherung bei einem Unfall unter Alkoholeinfluss zahlt, ist jedoch von diversen Faktoren abhängig und unterscheidet sich von Fall zu Fall. Ein vollständiges Verweigerungsrecht hat die Versicherung, sofern der Versicherungsnehmer einen Promillewert von mehr als 1,1 aufweist.

Zahlt meine Versicherung auch bei einer Parkschramme? Wenn sich der Unfallverursacher/in bei Ihnen meldet dann ja, ansonsten ist die Aufklärungsquote bei Parkunfällen eher gering. Opfer bleiben nicht selten auf den entstandenen Untfallkosten sprichwörtlich "sitzen". Foto: Mitfahrangebot.de/news

Diebstahl aus dem Auto und Wildunfälle – was Versicherungsnehmer beachten müssen

Für eine Schadensregulierung im Fall von Wildunfällen oder Diebstählen aus dem Auto heraus, ist eine Teil- beziehungsweise Vollkaskoversicherung notwendig. Ist diese nicht vorhanden, wird der Schaden in der Regel auch nicht übernommen. Darüber hinaus muss sich der Versicherungsnehmer in beiden Fällen an die Vorgaben der KFZ-Versicherung halten. So muss der Sachverhalt unter anderem unmittelbar polizeilich protokolliert werden. Handelt es sich um einen Diebstahl aus dem Auto heraus, gilt zu beachten, dass ausschließlich festsitzende Gegenstände erstattet werden. Beispielsweise Autoradios, integrierte Navigationssysteme oder besonders wertvolle Felgen. Hier bietet die Allianz Autoversicherung individualisierte Konzepte für Autofahrer, sodass hier mögliche Schäden im Voraus abgesichert werden können.

Brenzliche Situationen im Auto-Alltag gibt es genug und ein Schadensfall am KFZ eintreten kann. In diesem Foto wurde mal wieder extrem knapp eingeparkt, Alltag auf den Straßen Deutschlands! Foto: Mitfahrangebot.de/news

Zahlt die KFZ-Versicherung bei abgelaufenem TÜV?

Die regelmäßig wiederkehrende und verpflichtende Hauptuntersuchung des Fahrzeuges soll Gefahren aufgrund von beschädigten und nicht verkehrstauglichen Kfz reduzieren. Diesbezüglich wird die TÜV-Plakette vergeben, vorausgesetzt das jeweilige Fahrzeug befindet sich in einem einwandfreien Zustand. Verfügt ein Fahrzeug dagegen über keine gültige Plakette, kann davon ausgegangen werden, dass diverse verkehrsgefährdende Mängel vorhanden sind. Allerdings gilt der TÜV im Bereich der KFZ-Versicherung nicht als alleiniges Kriterium für die Schadensregulierung. Ein abgelaufener TÜV bedeutet nicht zwangsläufig, dass das Fahrzeug verkehrsuntauglich ist. Entscheidend ist, ob der Versicherungsnehmer grob fahrlässig gehandelt hat, weil er beispielsweise wusste, dass seine Bremsen defekt sind und dennoch gefahren ist. Um die Fahrlässigkeit des Versicherungsnehmers zu beurteilen, ist die Versicherungsgesellschaft dazu berechtigt, einen Gutachter zu bestellen, welcher das Fahrzeug genauer betrachtet. Unter Umständen kann es passieren, dass der Versicherungsnehmer einen prozentualen Teil der Schadenssumme an seine KFZ-Versicherung zurückzahlen muss.

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